Kulturjahrmarkt

1989
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Nach dem Erfolg des ersten „U&D“ reift in Veranstalter Ralf Duggen die Idee für eine Veranstaltungsreihe im Winter. Was sich beim „U&D“ schon andeutete – nämlich ein Programm mit weit mehr als Musik – wollte Ralf Duggen ausbauen. „Warum diese ganzen Trennungen? Wer sagt denn, dass die Besucher von Rockkonzerten an Kabarett, Ausstellungen, Lesungen oder klassischer Musik kein Interesse haben?“

Ein kunterbuntes Angebot und ab und zu einen „programmatischen Querschläger einschmuggeln“ – das fand Duggen reizvoll. So entstand der „Kulturjahrmarkt“ als spartenübergreifende Spielwiese – heutzutage nichts ungewöhnliches mehr. Damals war es neu, aufregend und ungewöhnlich.
Ankerpunkt des Kultujahrmarkts war Popmusik in allen Spielarten (auch hier mit großem Anteil lokaler Künstler) – aber eben in Kombination mit klassischem Orchester, Theaterstücken, Kabarett-Shows, Clownerei und Lesungen. Neben dem abendlichen Bühnenprogramm gab es auch Ausstellungen auf den Emporen zu sehen. Ebenfalls im Programm war das sogenannte Musikfrühstück – heutzutage auch völlig „normal“ – damals ungewöhnlich. Darüber hinaus gab es ein breites Kinderprogramm, eine Schallplattenbörse und eine offene Bühne für jedermann.

Künstler, die nicht aus Würzburg stammen und beim KuJa erstmals in Würzburg waren:
Pe Werner, „Fools Garden“ (kurzfristige Absage), „Patent Ochsner“, Matthias Beltz, Urban Priol, Rachel Morrison, Lisa Fitz/Lesung, Helmut Krausser (Lesung), „Ganz schön feist“, „Six Pack“, „Fiddler’s Green“, „Schmidbauer“.

Bildquelle: Mainpost