Africa Festival

1989
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Vor 25 Jahren hörten zwei Mitglieder des späteren Afro Project e.V., darunter der heutige Festivalleiter Dr. Stefan Oschmann, in Amsterdam die Band „Africa Soli“ aus Guinea in einem Club. Sie waren von der Band so begeistert, dass sie sich spontan entschlossen, die Band nach Würzburg einzuladen. Sie suchten dafür einen Konzertveranstalter, konnten aber keinen finden. Das Interesse für afrikanische Musik war Ende der 80er Jahre nur gering, ganz zu schweigen, dass es den Begriff Weltmusik bereits gegeben hätte. Also hat Stefan Oschmann selbst die Initiative ergriffen und für die Band ein – ausverkauftes - Konzert organisiert. Das war die Geburtsstunde für das spätere Festival, welches fortan auf den Würzburger Mainwiesen stattfinden sollte.

Bei den zahlreichen Konzerten, die in den letzten 24 Jahren stattfanden, ist es schwierig einzelne herauszuheben. Es war aber immer wieder etwas Besonderes noch unbekannte Musiker in Würzburg zu hören, die wenig später eine große Karriere machten, beispielsweise Habib Koité aus Mali oder Angélique Kidjo aus Benin. Es gab aber auch bewegende Abende mit Stars wie Youssou N’Dour, Miriam Makeba, Hugh Masekela oder Manu Dibango. Bisher waren beim Africa Festival über 268 Musikgruppen aus 42 Ländern Afrikas und der Karibik zu Gast. Stets in Erinnerung bleibt aber auch wie das Festival aus kleinen Anfängen heraus immer weiter gewachsen ist und schließlich zum größten Festival für afrikanische Kultur und Musik in Europa wurde.

Dass alljährlich rund 100 000 Besucher zum Festival kommen (insgesamt waren es bisher 1,9 Millionen), beweist die große Aufmerksamkeit und Anerkennung, die sich das Africa Festival national und international erwerben konnte. Darüber hinaus ist das Festival zu einem Ort der Begegnung für die afrikanische Community in Deutschland und Europa geworden. Weiterhin engagieren sich alljährlich 300 Mitarbeiter für das Projekt. Das Festival wird außerdem nicht von einem kommerziellen Konzertpromoter getragen, sondern von einem Verein veranstaltet und so wünschen sich die Verantwortlichen auch nur, dass die Resonanz des Publikums so positiv bleibt wie bisher und sich das Wetter auch weiterhin von seiner besten Seite zeigt.

www.afrikafestival.org